Mei Nachbarin, die
Adelheid,
der klag' ich manchesmal mein Leid.
Erzähl' ihr, dass mein Friederich,
halt nicht mehr so wie früher ist.
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Früher, so vor zwanzig Jahr
als ich noch nicht verheirat' war,
da war er auf mich ganz versessen,
hätt' mich am liebsten aufgefressen.
Da ist er um mich rumgeschwänzelt,
hat fest gewedelt und getänzelt,
nannte mich sein süßes Mäusle,
war wegen mir ganz aus dem Häusle,
wollt dauernd mit mir in den Schupfen
und mir da meine Röckle lupfen,
mein Engel hat er mich genannt,
ist wie ein Gockel rumgerannt.
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Und
was ist nun von dieser Liebe
nach zwanzig Jahren übrigblieben?
Heut find' der an mir alles mies,
sagt, ich hätte krumme Füß,
sagt, ich hätt' ein großes Maul
und an Po wie an Ackergaul.
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Mei
Nachbarin, die Adelheid,
meint, du tust mir aber leid.
Dei Friederich sollt sich was schämen,
da müss' mer etwas unternehmen.
Ich weiß, es gibt für solche Fäll,
in Nürnberg a Beratungsstell,
die Herren, die dich dort beraten,
die heißt mer, glaub ich, Psychopathen.
Am besten nimmst dir morgen frei,
fährst mit dem Zug nach Nürnberg nei.
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Ich hab' mich sofort
aufgerappelt
und dort mit dene Herrn gebabbelt.
Nun weiß ich ja an solchen Plätzen
muss mer möglichst hochdeutsch schwätzen.
Ich sag ganz fein, Herr Psychopath,
ich brauche dringend ihren Rat.
D'rauf sagt zu mir er "Gnäd'ge Frau",
nun schildern sie den Fall genau,
wie es mit Sex-u-a-li-tät
in ihrer Ehe geht und steht.
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Das hat mich aber
aufgeregt
und ich hab' sofort losgelegt.
,,Was glauben sie, was da noch geht,
ja halten sie mich denn für blöd,
mei Friederich hängt bloß no' rum,
allmählich wird mir des zu dumm."
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Drauf
sagt er wieder: ,,Gnäd'ge Frau",
- wie mir des richtig gut hat dua -
"Sie müssen ihr Intimverhalten ,
modern und interessant gestalten.
Sie müssen ihre Ehe würzen
und ihren Mann mit Charme becircen.
Zu diesem Zweck find' ich recht fesch
so schwarze Spitzen-Unterwäsch.
Schwarz, das wirkt oft wie ein Wunder,
schwarz macht müde Männer munter!"
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Ich
denk mir, schaden kann's ja nix,
ziehst dich halt an wie so a Schicks.
Geh gleich nei ums Eck zum Müller
und kauf mir so an schwarzen Knüller.
Am Wochenend werd ich's probieren
und meinen Friederich verführen.
Am Wochenend da leg ich los
mit BH und mit Unterhos!
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Am Samstagabend glotzt
der mei
wie immer in den Fernseh nei.
Ich lauf vorbei und sag: "O h o" ,
und wackel sinnlich mit dem Po.
Meinst, der hätt mich wahrgenommen,
im Fernseh is grad etwas kommen,
da tut grad so a blonde Hex
mit Riesenbusen und viel Sex
a unanständigs Liedla lallen,
dass ihm die Augen schier rausfallen.
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Nun werd ich aber ganz
massiv
und stelle mich demonstrativ
direkt und breit vor d' Klotze na
und sag guck mi doch endlich amol a'!
Findst du mi denn so gar net fesch
in meiner schwarzen Unterwäsch?
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Meim
Friederich , dem gibt's an Ruck
er greift zur Bierflasch',
trinkt an Schluck, guckt
mich dann an mit irrem Blick,
mir hüpft mei Herz, ich guck zurück
und dann ... ich denk, mich laust der Aff,
minutenlang war ich ganz baff,
sagt der Simpel ungerührt:
,,Is mit der Oma was passiert?"
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Des
hat mir dann den Rest gegeben,
am liebsten möcht ich nimmer leben,
ich nehm' noch schnell a Schlaftablett'
und haumi in mei Ehebett
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